3 Dinge | Krakau 2019

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Eindrücke eines Wochenendes.

Die ersten Sonnenstrahlen des Wochenendes. Ich las aus Frankenstein vor. Wir lachten über die blumigen Passagen, in denen der Roman schweizerische Landschaften beschreibt, und darüber, wie wenig er auf die Entstehung des Monsters eingeht. Dann dieser Ausdruck: «Die Insassen meiner Brust». Das Herz, die Lunge, das Blut in unseren Adern – nur Gefangene unseres Brutkastens?
(An diesem Nachmittag waren sie frei, denn wir waren frei.)

Brunch im Café Kolanko No. 6. Ich hatte Angst, beim Buffet nicht den vollen Preis herauszuholen, also füllte ich Teller um Teller mit Toast, mit Pfannkuchen, mit Müsli, mit Rührei, mit Kuchen. Wir sassen drei Stunden da und sprachen über Liebe und alles, was nicht Liebe ist. Als wir aufstanden, war ich genährt.
Vom Essen und von uns.

Samantha, die fragte: «Schläfst du schon?» In meinen Gedanken war ich am Meer und sah den Wellen zu, die gegen die Klippen schlugen. Ich wollte da gerne bleiben. Ich sagte: «Mh.» Samantha sagte: «Heute war schön mit dir.» Ich wusste nicht, wo ich die Dankbarkeit für diese Liebe ablegen sollte.
Ich sagte: «Mit dir auch» und schlief ein.

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