Das Flamenco-Desaster

Aus einem mir noch immer nicht ganz ersichtlichen Grund habe ich vor drei Wochen mit einem Flamenco-Kurs begonnen. Wahrscheinlich dachte ich, dass ich das Unisport-Angebot nutzen sollte, wenn es mir denn schon zur Verfügung steht. Klingt plausibel, oder? Nur ist die Sache jetzt die, dass wer mich schon einmal hat tanzen sehen weiss, dass ich

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JEIN zur Durchsetzungsinitiative

Am Sonntag stimmen wir über die Volksinitiative «Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer» der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ab. Die Initiative verlangt die verschärfte Umsetzung der Ausschaffungsinitiative von 2010. Demnach wäre die Ausschaffung von Asylsuchenden nicht nur in Härtefällen wie Vergewaltigung, Mord oder Körperverletzung umsetzbar, sondern bereits nach dem Vorkommen kleinener Delikte wie Ladendiebstahl oder Beamtenbeleidigung.

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Die Nacht von Freitag auf Montag

Es gibt diese Tage, da weiss ich nicht sicher, ob es besser ist, ein Gedicht zu schreiben, ein Lied zu dichten oder beim altvertrauten Essay zu bleiben. Wie fasse ich am besten ein Wochenende zusammen, das so frei von jedem Rhythmus war? Es fing an mit einer Tasse Tee im Haus von meinem Papa. Es

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«Ach, du studierst Geschichte!»

Für mich war schon am Gymnasium klar, dass ich Geschichte studieren würde. So oft ich auch geschwänzt habe, am Freitag Morgen sass ich immer auf meinem Platz (manchmal als eine von wenigen) und freute mich auf die Doppelstunde (meistens als einzige). Und ich finde auch nach drei Semestern immer noch, dass es nichts Geileres gibt,

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Der Sommer, der nie endet

Vor einer Weile scannte ich sämtliche Bilder ein, die ich während des letzten Sommers mit diversen Einweg-Kameras gemacht hatte. «Der Sommer, der nie endete», erinnerte sich eine Freundin von mir, als wir im trüben Herbst gemeinsam Tee tranken. Ich mag diesen Ausdruck, weil der Sommer uns das Gefühl gibt, er wäre für immer. Und ich

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#PrayForParis … Noch mehr Religion?!

#PrayForParis lautet der Slogan auf den Social-Media-Seiten seit Freitagabend. Die Welt ist geschockt von dem Attentat in Paris, das sich gegen hunderte von unschuldigen Menschen richtete und zeigt sich nun solidarisch: Die Profilbilder auf Facebook werden mit den Farben der französischen Flagge überzogen, es kursieren Bilder von trauernden Menschen in den Pariser Strassen, und es

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Wenn ich eine Stimme hätte

Ich erinnere mich, dass ich vor ein paar Jahren der Frau von meinem Papa bei der wöchentlichen Pflege ihrer Orchideen half. Ich trug jeden Topf einzeln vom Wohnzimmer in die Küche und sah ihr zu, wie sie die Pflänzchen sorgsam herausnahm und sie in warmem Wasser badete. Sie redete mit sanfter Stimme auf sie ein,

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Ein Gespräch mit FRANK NEEDS HELP!

Es ist wohl das umstrittenste, verhassteste und beliebteste Musik-Genre überhaupt: Der Metal. Man stellt sich ja auch gleich vermummte Gestalten vor, die Opferstätten in ihren Schlafzimmern aufgebaut haben und des Nachts süße Hängebauchschweinchen zerstückeln, um ihre Rachegötter zufrieden zu stellen. Dabei sind das alles nichts als Gerüchte – wie ich nun weiß, eignen sich Nacktmulche

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Poppen gegen Ecopop!

Die Schweiz ist das Land, in dem Milch und Honig fliesst. Wir hatten schon lange keinen Krieg mehr, als die ganze Welt sich bombardiert hat, war die Schweiz eine Insel des Friedens inmitten einer stürmischen See. Wir sind freie Bürger mit alten Traditionen und wir sind so fortgeschritten mit unserer Demokratie, dass wir mehrere Male

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Tag 178 — „Raus hier, bevor sie dich adoptieren!“

Hier sitze ich nun also nach hundertachtundsiebzig Tagen am Flughafen in Los Angeles, bereit für die Weiterreise nach Neuseeland. Hundertachtundsiebzig Tage. Jeder einzelne davon gelebt, gefühlt, jeder Tag ein kleines Abenteuer. Hundertachtundsiebzig Tage haben den Hobbit, den ich am Anfang war, wachsen lassen, sind vorbeigezogen, kommen nicht mehr wieder. Hundertachtundsiebzig. Ich kann es noch gar

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Tag 155 — !Copiaro!

„Und was passiert, wenn wir Luft in unserem Magen haben, Kinder?“ Ein verhaltenes Kichern, keine Antwort. „Ich sag‘s so: Alles, was wir zu uns nehmen, Essen, Trinken und Luft, muss auf irgendeine Weise den Körper verlassen… wohin geht die Luft? Zum Bauchnabel?“ Weiteres Kichern, einige rufen laut: „Nooo!“ „Aha, in dem Fall? Durch die Ohren?“

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Tag 140 — Für alle Fälle

„It‘s okay, because I know you shine even on a rainy day!“ James Blunt „Wenn du das liest, steckst du vermutlich gerade in einer kleinen Krise.“ – Mit diesen Worten beginnt eines der wohlüberlegtesten Abschiedsgeschenke, die mir mit auf meine Reise ins „gefährlichste Land der Welt“ gegeben worden sind, der Notfallbrief. Und der funktioniert so:

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