Schlagwort: Tegucigalpa

Tag 178 — „Raus hier, bevor sie dich adoptieren!“

Hier sitze ich nun also nach hundertachtundsiebzig Tagen am Flughafen in Los Angeles, bereit für die Weiterreise nach Neuseeland. Hundertachtundsiebzig Tage. Jeder einzelne davon gelebt, gefühlt, jeder Tag ein kleines Abenteuer. Hundertachtundsiebzig Tage haben den Hobbit, den ich am Anfang war, wachsen lassen, sind vorbeigezogen, kommen nicht mehr wieder. Hundertachtundsiebzig. Ich kann es noch gar

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Tag 155 — !Copiaro!

„Und was passiert, wenn wir Luft in unserem Magen haben, Kinder?“ Ein verhaltenes Kichern, keine Antwort. „Ich sag‘s so: Alles, was wir zu uns nehmen, Essen, Trinken und Luft, muss auf irgendeine Weise den Körper verlassen… wohin geht die Luft? Zum Bauchnabel?“ Weiteres Kichern, einige rufen laut: „Nooo!“ „Aha, in dem Fall? Durch die Ohren?“

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Tag 140 — Für alle Fälle

„It‘s okay, because I know you shine even on a rainy day!“ James Blunt „Wenn du das liest, steckst du vermutlich gerade in einer kleinen Krise.“ – Mit diesen Worten beginnt eines der wohlüberlegtesten Abschiedsgeschenke, die mir mit auf meine Reise ins „gefährlichste Land der Welt“ gegeben worden sind, der Notfallbrief. Und der funktioniert so:

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Tag 120 — Geschichte schreiben

We‘re all stories in the end. Just make it a good one, eh? Doctor Who Es ist einfach, den Wert eines Augenblickes zu vergessen, bevor er zu einer Erinnerung geworden ist. Letztlich sind wir nur das: Erinnerungen. Eine Geschichte. Ein Witz. Und manchmal sind wir so beschäftigt damit, glücklich zu sein, dass es uns entgeht,

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Tag 105 — „Such dir ein Leben!“

Ich habe mittlerweile einen Zustand erreicht, in dem jeder Satz nur noch in Kindersprache aus mir herauskommt: „Heute schien die Sonne. Es war sehr heiss. Ich bin müde.“ Es ist die heisseste Woche des Jahres bisher und die Hitze hat meinen Verstand eindeutig etwas angebraten. Bereits um acht Uhr morgens läuft mir der Schweiss über

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Tag 59 — „Und wie gefallen dir die Honduraner?!“

„Suiza es un país feo, Noemí!“ – „Die Schweiz ist ein hässliches Land, Noemí!“ Weil ich in drei Monaten und achtundzwanzig Tagen wieder abreisen muss, gab mir Carlos aus meinem Projekt gestern vier gute Gründe, weshalb Honduras sehr viel schöner ist als die Schweiz. Ihr werdet verstehen! In der Schweiz sind alle Strassen sauber. Dabei

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Tag 49 — El Rítmo Latino

„…because when you stop and look around, this life is pretty amazing!“ Dr. Seuss Wenn man Honduras vor der Abreise mal kurz googelt, so hat man schnell eine ziemlich grauenhafte Vorstellung davon, wie sich das Leben im „gefährlichsten Land der Welt“ abspielt; Erschiessungsopfer, Flugzeugabstürze, Drogenhandel, Gewalt an Frauen und Kindern…  Was uns Google nicht zeigt,

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Tag 34 — Gagi

Alles muss einmal raus, die Wahrheit, die Liebe und Verdautes. Und die Wahrheit ist, dass mein Verdautes viel zu willig wieder rauskommt! Lonely Planet nennt dieses Phänomen „Traveller‘s Diarrhea“. Zu viel Informationen, das hätte ich besser nur meinem Tagebuch anvertraut? Tja, habe ich, aber es musste eben raus! Laut Lonely Planet gibt es verschiedene Faktoren,

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Tag 14 – Wo ist Morazán?

Drei Dinge, die ich in den letzten zwei Wochen gelernt habe: Erstens, es ist vollkommen in Ordnung wegen der Amtseinsetzung des neuen Präsidenten die Schule zu schwänzen. Die meisten Bildungseinrichtungen sind sowieso geschlossen. Zweitens, Mangos haben die Grösse von kleinen Kürbissen. Drittens, meine Gastfamilie besitzt nicht nur einen Jetski, sie vermietet ihre Küche auch jede

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